|
|
. (II) Hefezelltest zum Nachweis von endokrinen Wirkungen Der Hefezelltest dient zur Bestimmung der endokrinen Wirkung von Abwassern. Als Modellorganismus dienen zwei gentechnisch veränderte Hefen von Saccharomyces cerevisiae. Hierzu werden ein Östrogen- und ein Androgenstamm von Saccharomyces cerevisiae verwendet. Die Hefen werden unter festgelegten Bedingungen in verschiedenen Konzentrationen des Testgutes exponiert. Dabei können im Testgut enthaltene östrogene oder androgene Substanzen den jeweiligen Rezeptor (Östrogenrezeptor – Östrogen-Stamm, Androgenrezeptor – Androgen-Stamm) aktivieren, so dass dieser als Transkriptionsfaktor im Zellkern die Induktion eines spezifischen Antwortgens bewirkt. Die Induktion dieser Antwortgene ist somit ein Maß für das östrogene bzw. androgene Potential des untersuchten Testguts. Da die Antwortgene sowohl bei dem Östrogen-Hefe-Stamm als auch bei dem Androgen-Hefestamm mit dem lacZ-Gen für die ß-Galaktosidase gekoppelt sind, wird die Messung der Induktionsrate der östrogen- bzw. androgen-spezifischen Antwortgene durch die Galaktosidase-Aktivität möglich. ZUR GOBIO GMBH - INSTITUT FÜR GEWÄSSEROEKOLOGIE UND ANGEWANDTE BIOLOGIE |
|