Biologische Abbautests
Zur Erfassung der biologischen Abbaubarkeit von Schadstoffen können verschiedene Verfahren eingesetzt werden:
- Laborkläranlagen: Bei diesem Testverfahren wird Belebtschlamm aus Kläranlagen und synthetisches Abwasser zur Prüfung der biologischen Abbaubarkeit bzw. Elimination verwendet. Mit Hilfe des Belebtschlamms und anderen Testparametern werden die biologischen Stufen von Kläranlagen stimuliert. Das Testverfahren basiert auf OECD 303A (Coupled Unit Tests), DIN 38412-L24 und DIN 38412-L26.
- Zahn-Wellens-Test: Das Verfahren nach EN ISO 9888-L25/OECD
302 B
dient zur Bestimmung der Elimination und der vollständigen biologischen Abbaubarkeit von wasserlöslichen organischen Substanzen oder von Abwasserinhaltsstoffen durch aerobe Mikroorganismen.
- Wachstumshemmtest mit Pseudomonas putida: Mit diesem Verfahren nach DIN EN ISO 10712-L8 wird die Wirkung von Abwasserinhaltsstoffen auf das Wachstum von Bakterien gemessen. Das Verfahren wird eingesetzt, um negative Auswirkungen von Einleitungen auf die Biozönose und Funktionsfähigkeit von Kläranlagen zu erfassen. Das Bakterium Pseudomonas putida wird stellvertretend für heterotrophe Mikroorganismen im Süßwasser verwendet.
- Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB): In diesem Verfahren nach DIN EN 1899-H52 wird die Massenkonzentration an gelöstem Sauerstoff gemessen, die unter festgelegten Bedingungen durch die biochemische Oxidation von organischen und/oder anorganischen Stoffen im Wasser verbraucht wird.
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